Kunst und Kultur in der Gemeinde

Letzte Aktualisierung: 24.08.2017

Katholische Pfarrei
Liebfrauen Leipzig-Lindenau

(Maria Himmelfahrt)

 

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The Naghash Ensemble of Armenia
in Liebfrauen

 

Das armenische Naghash Ensemble gastierte
am 26.4.2017 um 20 Uhr in der Liebfrauenkirche Leipzig


Altarmenische Klänge neu erfunden für das 21. Jahrhundert.
Komponist John Hodian erweckt mittelalterliche armenische Gedichte, Klagen und Beschwörungen zu neuem Leben.


Am 26. April 2017 präsentiert das armenische Naghash Ensemble seine neuste CD »Songs of Exile, Volume II: Credos and Convictions« in der Liebfrauenkirche Leipzig. Die jüngsten Werke des amerikanisch-armenischen Komponisten John Hodian vereinen armenischen Folk, neue Klassik, Postminimalismus und unbändige Jazzenergie. Ausgehend von mittelalterlichen armenischen Gedichten erschaffen drei armenische Sängerinnen und Instrumentalisten an Duduk, Oud, Dhol und Flügel neue Musik, die fremd und zugleich vertraut klingt, irdisch und wie nicht von dieser Welt.

 


Im 15. Jahrhundert verfasst der armenische Priester Mkrtich Naghash bewegende Gedichte über das Leben im Exil und die Beziehung des Menschen zu Gott. Über fünf Jahrhunderte später stößt der amerikanisch-armenischen Komponist John Hodian auf ein Fragment dieser Texte und weiß: Er hat gefunden, was er suchte. Als Nachkomme von Überlebenden des Genozids an den Armeniern 1915 liest er in Naghashs Texten auch seine eigene Heimatlosigkeit: »Diese Worte sprangen mir aus dem Text entgegen, direkt in meine Seele.«
Mit der Stimme der armenischen Sängerin Hasmik Baghdasaryan im Ohr beginnt er, die ersten Stücke zu komponieren. In seiner Musik treffen formale Klavierelemente auf erdige Klänge der armenischen Volksinstrumente Duduk, Oud und Dhol. Um diese Kompositionen aufzuführen, gründet sich 2010 das Naghash Ensemble – mit Hodian und einigen der besten Sängerinnen und Instrumentalisten Armeniens. 2014 erscheint die erste CD, es folgen Touren in Deutschland, der Schweiz, Frankreich und Lettland. Im BR-Klassik beschreibt Alexandra-Maria Dielitz Hodians Werke als »eine Musik, von der man kaum sagen kann, ob sie alt oder neu klingt, fremd oder vertraut, westlich oder östlich, schlicht oder komplex, minimalistisch oder mittelalterlich. Eine Musik jedenfalls, die sich jeder Etikettierung entzieht.«
Die zweite CD »Songs of Exile, Volume II: Credos and Convictions« schlägt nun inhaltlich und musikalisch neue Wege ein. In den Texten geht es nicht mehr ausschließlich um Exil und Erlösung, vielmehr sind es lyrische Predigten, Warnungen, Ratschläge und sogar eine Ode auf Liebe und Heirat. Und auch die musikalische Vielfalt ist größer geworden. »Die neuen Stücke sind rhythmischer, farbiger – die Duduk wechselt sich ab mit der volkstümlicheren Zurna, die Dhol zuweilen mit der Darbuka. Perkussion und Oud sind zu den treibenden Kräften des Ensembles geworden«, so John Hodian. Und Sopranistin Hasmik Baghdasaryan, mit deren Stimme einst alles begann, ist nach wie vor begeistert: »Die neuen Stücke sind tief in der armenischen Kultur verankert und gehen zugleich weit darüber hinaus. Es ist, als würde man mit dem musikalischen Welterbe des 21. Jahrhunderts auf die armenische Musik schauen und sie dann neu erfinden.«

Hörproben und Videos: http://naghashensemble.com/deutsch/#video-musik

 

 


 

Sub Nimbus II

Kata Adamek und Daniel Windisch

Liebfrauenkirche, Karl-Heine-Str.112, 04229 Leipzig

Freitag, 30. September 2016 19.30-22.00 Uhr (Vernissage) Sonnabend, 1. Oktober 2016 15.00-21.00 Uhr
(18.00-19.00 Messe)

durch Klick zum Flyer (PDF)

Mit Sub Nimbus II präsentieren Kata Adamek und Daniel Windisch eine Installation in situ, eine "erzählende" Installation, die von der Spiritualität des Kirchenraums getragen wird.

Ausgehend von Materialien aus der Natur - wie z.B. Holz und Wolle, teils roh belassen, teils be- und verarbeitet - kreieren die beiden Leipziger Künstler eine bedeutungsgeprägte und inhaltsvolle Situation.

Dabei waren einzelne Fragmente einer ursprünglichen Symbolik des christlichen Glaubens, wie z.B. die Unsagbarkeit Gottes, das Licht als Ausdruck von Schönheit oder die ersten Apostel als Wanderer, Ausgangspunkt für Kata Adamek.

Mit der Installation beteiligt sich die Liebfrauenkirche zum vierten Mal am Kunstraumfestival Lindenow. Die Kirche im Leipziger Westen ist seit mehreren Jahrzehnten Ausstellungsraum und Aufführungsort für Werke zeitgenössischer Kunst.

www.kataadamek.com
www.lindenow.org
www.liebfrauen-lindenau.de

Kontakt:
fon; 0177 422 54 43
mail: mail@kataadamek.com

 


Fotos von der Vernissage
"Kunst zum 100. Katholikentag in Liebfrauen"

 

mit Kata Adamek, Michiel Frielink und Ralf Knoblauch.

 


Fotos von der Theaterperformance "NERI"

am Donnerstag, 26. Mai 2016
in der Liebfrauenkirche
im Rahmen des 100. Katholikentages

 

 

Bericht über die Entstehung
und den Aufführungsabend
der Philipp-Neri-Performance

von Katja Klemer

Zum 500. Geburtstag von Philipp Neri in diesem Jahr produzierte das Leipziger Oratorium eine Thearmance, die im Juni auf Tournee geht.

Bei unserem ersten Treffen im Juli 2014 tauschten wir uns aus: Kata (bildende Künstlerin), Samira und Stefan (Figurenspieler) und ich, Katja (Theaterwissenschaftlerin).
Wir haben verschiedene Arbeitsweisen und Zugänge, doch gemeinsam, dass wir den heiligen Philipp Neri nicht kannten. Schnell war man sich einig:
Wir wollten nichts „Heiliges“, sondern die Spiritualität Neris audio/visuell erfahrbar machen. In Form einer Performance mit Objekten und Figuren Passagen aus dem Leben und Wirken des Heiligen erzählen. Und wir wollten den gesamten Kirchenraum nutzen, bespielen und gestalten, nicht „nur“ vor einem Publikum etwas vorführen, sondern mit Ihnen zusammen den Geist Neris auferstehen lassen.

Bis zu den ersten Proben lasen wir uns in Neris Leben ein und auch in den kirchengeschichtlichen Hintergrund: Der gebürtige Florentiner galt als bedeutende Persönlichkeit der innerkatholischen Reform im 16.Jahrhundert, der den Kardinalshut mehrfach ausgeschlagen hatte. Mit seiner Idee von einem „Oratorium" versammelte er eine Gemeinschaft von Priestern und Laien um sich und stellte die Seelsorge in den Vordergrund seiner Arbeit. Auch von seinem besonderen Kleidungsstil und seiner humorvollen Art berichteten viele Zeitgenossen.

In einer Probenwoche im September 2o14 probierten wir einfach alles mögliche aus. In den Arbeiten von Stefan und Samira ist Musik ein zentrales Element, das wir auf jeden Fall auch nutzen wollten. Also brachten beide neben einer Anzahl von Instrumenten auch verschiedenste Materialien und andere farbige Stoffe mit in die St. Hedwig. Wir hängten einen langen schwarzen Mantel, der als Innenfutter orangefarbenen Stoff barg in den Mittelgang, eine kleine Holzfigur sollte aus Neris Kindheit erzählen. Auch die Chorempore zu nutzen, waren wir uns schnell einig.

Die zentralen Fragen waren für uns: Was machte diesen Heilgen aus? Welche Stationen seines Lebens wollen wir in oder vielleicht sogar vor der Kirche zeigen? Gibt es Zitate von oder über Neri, die wir benutzen können? Wie können wir den Geist Neris darstellen?

Am 28. September präsentierten wir ein „Puppenspiel zum Leben von Philipp Neri“. Leider ein wenig zu wenig aus seinem Leben. Nach der Aufführung sprachen uns einige Gemeindemitglieder an und lobten unsere „schönen Bilder“, hatten aber auch berechtigte Kritik an unserer Aufführung. Es wurde nicht deutlich, was wir über Neri sagen/zeigen wollten. Der Wunsch nach „etwas in der Hand“ wurde an uns heran getragen – ein Begleitzettel. Das Lied, das Samira und Stefan auf Englisch sangen, wurde nicht verstanden und überhaupt „dann eher italienisch oder Latein“. Die Maske sei auch etwas zu gruselig geraten.

Mit dieser Kritik konnten wir leben, denn für uns war klar, die Aufführung in der St. Hedwig in Böhlitz-Ehrenberg wollten wir – allein wegen der kurzen Probenzeit – als work-in-progress präsentieren. Die geplante Tournee war ja erst fürs Jubliläum 2o15 angesetzt.

Für die Proben in der Liebfrauenkirche planten wir zwei Wochen Mai 2015 ein. Zu viel Proben schadet der Kreativität – sagen einige Profis – und schließlich gab es ja schon Motive, die wir unbedingt beibehalten wollten: Das Studierzimmer Neris auf der Chorempore und sein Studium der heiligen Schrift; Neris Wallfahrten, die durch ein rotes Terraband symbolisiert wurden und für seinen Humor oder vielleicht besser ausgedrückt die kindlich-naive Art, die er sich erhalten hat, planten wir ein Spiel mit überdimensionalen Luftballons ein.

Für die Aufführung am Philipp-Neri-Tag (26.5.) in Leipzig veränderten wir den Titel „Theaterperformance zum Leben eines Heiligen“. Doch wie erzählt man vom Leben eines Heiligen? Wie lässt sich die Spiritualität für ein Publikum erfahrbar machen?

Während der Proben in der Liebfrauenkirche bestand die größte Herausforderung darin, den großen – im Vergleich zur St . Hedwig – Kirchenraum zu bespielen. Auch die Figur des Philipp Neri musste eindeutiger etabliert werden – größer werden. Dafür kreierten die beiden Figurenspieler eine Maske, der Totenmaske Neris nachempfunden, von der es einen Abguß in der Kirche gibt. Zusätzlich sollte Papier – als Idee des geschriebenen Wortes/der Bibel eine größere Rolle spielen. Man kann auch sagen, dass das Papier nun ein zentrales Element der Performance wurde, denn zusammen mit einem kleinen Figurenkopf bzw. der Maske wurde daraus „unsere“ Heiligenfigur. Katas Installation eines riesigen Stoffballens, der von unten beleuchtet im Mittelgang er Kirche hing, stellte Neris pochendes Herz dar – ein Sinnbild von Philipps „Pfingstoffenbarung“. Ein Jurtengerüst, das aus Kata Diplomarbeit stammt, diente uns dazu eindruckvolle Schatten hinter dem Alter zu erzeugen.

Zusätzlich dazu schmückte Kata die Neri-Figur der Liebfrauenkirche mit bunten Bändern und installierte eine an die mittelalterliche Tradition der Gabenhängung nachempfundene Wand mit Neonlichtern, die durch die bunten Bänder mit der Neri-Figur verbunden war.

Zusammen mit einem Handzettel mit Informationen zur Aufführung, und Texten und Anekdoten über den heiligen Philipp Neri, die Sofia Flesch-Baldin – eine befreundete Radiosprecherin von Samira und Stefan – für uns einsprach, konnten die Zuschauer den sogenannten roten Faden mitverfolgen.

Hatten wir in Böhlitz-Ehrenberg die Zuschauer mit farbigen Ballons spielen lassen – sie wollten gar nicht mehr damit aufhören – so entschieden wir uns in Lindenau für eine andere Art des MITeinander, um die Idee des Oratorium als einer (Lebens)Gemeinschaft zu versinnbildlichen: Das Publikum sollte – von Stefan angehalten – blaue Handabdrücke auf Philipps Umhang aus Papier hinterlassen. Doch leider zögerte das Publikum.

Wie werden die Zuschauer in Aachen, Heidelberg und Schmochtitz reagieren ? Wie werden die Räumlichkeiten dort unsere Performance und die Umsetzung unserer Ideen und Bilder zu Neris Leben und Wirken beeinflussen? Eine Performance ist einmalig. Zeit- und Ortsgebunden. Eine ÜBERsetzung/Transformation eines Textes/Idee in Bilder. Vom geschriebenen Wort in eine (über)sinnliche Erfahrung für alle beteiligten: Spieler und Zuschauer. Beiderseitig.

Für Samira, Stefan und mich war es im Gegensatz zu Kata, die die zusammen mit ihrem Mann Bernd die Anregung zu dieser Performance gab, war es die erste Arbeit mit einem geistlich-religiösen Inhalt. Dazu passt auch eine letzte Bemerkung, die Pfarrer Michael Jäger uns nach unserer Aufführung mitteilte: Der heilige Philipp Neri sei der Schutzpatron der Schauspieler.

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Bilder von der Neri-Performance

Durch Klicken auf die Bilder werden sie vergrößert
(in einem neuem Fenster)

    

       


Kata Adamek "Waldbefunde II"
2014

Eine autobiographische Skizzeninstallation
(stattgefunden am 3. und 4. Oktober 2014)
Liebfrauenkirche

Wolle aus einem der ältesten Häuser in den Ukrainischen Waldkarpaten (erworben 2006) Asche aus meiner Feuerstelle im Wald (gesammelt September 2014) Schaufel und Hammer (im Schrottladen im Dorf gekauft) Beitel (hergestellt von einem Nachbarn) Holzstücke aus "meinem" Wald (Reste einer Treppe) Hanfschnur (aus dem Dorfladen)

"Waldbefunde II" sind Fortführungen meiner Gedanken an und über einen speziellen Ort, an dem ich auch lebe. Ein Stück Wald, ein altes Holzhaus, eine große Wiese, keine Straße und kein Zaun. Umgeben von Bäumen, von Zeit und Zeitlosigkeit. Zuhören, spüren, nachdenken, da sein.

Nick Cave
"The Hammer Song"

Oh please don't send me out
Said the man with the hammer, hammering the anvil
I been walking on a road of rocks
And I keep on hammering, keep on hammering, keep on hammering,
Hammering the anvil

Don't let the sun go down
Said the man with the fire, firing the furnace
I been buried in the snow
And I keep on firing, keep on firing, keep on firing,
Firing the furnace

Oh don't talk to me
Said the man with the chisel, chiseling the surface
I been sleeping far too long
And I keep on chiseling, keep on chiseling, keep on chiseling,
Chiseling the surface

I don't know what you mean
Said the man with the shovel, shoveling the ashes
I been digging in the frozen ground
And I keep on shoveling, keep on shoveling, keep on shoveling,
Shoveling the ashes

Shoveling the ashes
Chiseling the surface
Firing the furnace
Hammering the anvil

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Signale aus der Nische -
die Künstlerin Kata Adamek in der LVZ

(Zum Vergrößern auf den Artikel klicken)

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Pressemitteilung:

Mut zum Dialog –
die Liebfrauengemeinde Leipzig und die moderne Kunst

Was ist der Sinn des Lebens?
Wie sind die Gegensätze in der Welt auszuhalten?
Was ist ein gesundes Gottesbild?
Wie kann ich Gott erfahren?
Welche visuelle Ausdrucksform hat der Glaube, hat mein persönlicher Glaube?
Welchen Beitrag kann die Kunst im Dialog zwischen Naturwissenschaft und Theologie leisten?

Diese und ähnliche Fragen sind existenziell für die Auseinandersetzung mit der Sinnhaftigkeit der Welt und des Menschen. Auf vielerlei Weise suchen Menschen der Gegenwart Antworten auf die großen Fragen der Menschheit, sei es in der Religion, in der Natur, in der Kunst, ….

Auch das Christentum nimmt diese Fragen auf, stellt sie in neue Kontexte und will den Menschen Sinnhaftigkeit und besondere Würde zusagen. Dabei bediente sich die Institution Kirche durch die Jahrhunderte hindurch zeitentsprechenden Bildprogrammen, um die religiöse Botschaft, die Glaubensinhalte adäquat zu vermitteln und vor Augen zu stellen. Immer wieder wurden auch Bilder verworfen, neue entwickelt, neu auf die Bedürfnisse der Menschen eingegangen, um so das Evangelium auch zu aktualisieren und zu „verheutigen“.

Die Bilderflut und die technischen Möglichkeiten extremer Darstellungen in moderner, medialer Zeit stellen für die Kirche eine Herausforderung dar, und sie kann sich nicht mehr nur auf althergebrachte Bildprogramme berufen, sondern muss sich vielmehr in einen Suchprozess begeben. Es geht darum, ihre Botschaft mit angemessen neu und verständlichen Bildern in neuer Sprache zu vermitteln. Dabei besitzt die Kirche durch Räume, Interaktion und Liturgie „Instrumente“ um Menschen Kommunikation zu ermöglichen und Gedanken zu transzendieren.

Die katholische Pfarrgemeinde Liebfrauen Leipzig-Lindenau stellt sich dieser Aufgabe, indem sie seit einiger Zeit den Kontakt zu Künstlern und Kulturschaffenden der Umgebung pflegt.

Mitten in einem Stadtteil, der in der vergangenen zwanzig Jahren starken Veränderungen unterworfen war und aktuell von der Kunstszene geprägt ist, ist die Pfarrgemeinde eine Plattform für den künstlerischen Dialog.

Der durch Rudolf Schwarz in den 1930er Jahren programmatisch umgestaltete Kircheninnenraum mit seinen durch ihre Farb- und Formgebung prägenden Fensterfronten längs der Seitenschiffe (nach Entwürfen Anton Wendlings/Aachen) bietet eine geeignete Möglichkeit für kontinuierliche Erneuerung und künstlerische Innovation. Nicht zuletzt durch die klare meditative Atmosphäre bewährt sich dieser Kirchenraum erneut als ein inspirierender Ausgangspunkt für die Visualisierung der Glaubensbotschaft und der Auseinandersetzung mit den bedrängenden Fragen des Lebens von heute.

Verschiedene Künstler folgten dem Angebot, ließen sich von der spirituellen Atmosphäre ansprechen und visualisierten theologische Grundgedanken. Zum Beispiel Sandro Porcu und sein Kronleuchter, aus dem Giebelfenster der Westfassade der Kirche schwenkend (http://www.komet-berlin.de/porcu_bilder.html). Oder der Musiker Michal Jacaszek, der explizit seine Musik für Kirchenräume komponiert und darin spielt (http://jacaszek.com).

Das aktuelle Projekt in der Liebfrauenkirche wurde durch den traditionellen Marienmonat Mai angestossen. Das Patronat Liebfrauen bot zwei Künstlerinnen aus dem Gemeindeumfeld, Angelika Pohler und Kata Adamek, Anlass, klassische Mariendarstellungen mit einer ihnen eigenen ikonographischen Sprache korrespondieren zu lassen. An ausgewählten Stellen in der Kirche sind nun bis Ende Oktober 2013 Gemälde, Plastiken und Installationen zu sehen welche „Maria“ zum Inhalt haben (http://kataadamek.com/church/church.html).

Dazu sagt Kata Adamek:

"Mich fasziniert das Geheimnis, dass wir uns nur abstrakt und verschleiert vorstellen können,
wie religiöse Motive, Gott, die heilige Maria und Jesus aussehen könnten/können?
Das wichtigste ist für mich der Inhalt, den ich in durch andere Medien, Materialien transfomiere. Das ein Stück Holz, der Gipsguß oder eine Leinwand können sich in erhabene Objekte verwandeln.
Um das zu erreichen brauche ich eine meditative Zeit, es ist ein hingebungsvoller Denkprozess, eine ehrliche Auseinandersetzung mit dem Thema und dann schließlich mit der Form.
Jeder Betrachter meiner Kunst, so wünsche ich es, soll sich einen eigenen Zugang zu den Bildmotiven verschaffen – kann nachdenklich, innerlich still werden, ja sogar beten. So kann Gott, fern jeglicher Darstellungsmöglichkeit, in den Menschen ankommen.“

Durch eine seit Mai 2013 installierte Marienskulptur an der Pfarrhausfassade ist das Projekt nicht nur auf das Kircheninnere beschränkt, sondern dadurch wird die Kunst auch nach aussen hin ausgestrahlt und lädt Passanten zum Betrachten und Verweilen ein (http://www.liebfrauen-lindenau.de/aktuelles.html).

Dabei ist eine angeregte Diskussion über das Verhältnis von Kunst und Kirche, von Kirche und moderner Gesellschaft entstanden und die Initiatoren wünschen sich einen weiteren fruchtbaren Austausch.

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Foto vom Konzert des
"Angela-Gaber-Trio"

am 6.12.2013 in der Liebfrauenkirche, vom Polnischen Institut mitveranstaltet und kuratiert von Kata Adamek und Bernd Adamek-Schyma

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Skulptur in der Fassaden-Nische
der Liebfrauenkirche

Vergehend schön, verwitternd und temporär ist unser Leben - dies war der Leitgedanke bei der Arbeit an der Madonnenskulptur der Künstlerin Kata Adamek, die nun in der Fassade der Liebfrauenkirche Leipzig-Lindenau präsentiert wird.

Einweihung und Segnung erfolgte am Pfingstsonntag, d. 19. Mai 2013, nach dem Pfingstgottesdienst.

"Für die Madonnenskulptur verwendete ich drei schlichte, verwitterte Holzbalken aus einem alten Haus in den polnischen Vorkarpaten. Obwohl die Form der Skulptur abstrakt ist, können wir dennoch Madonnensymbole erkennen: Vertiefungen in der Form des Buchstaben "S" gleichen der Körperlinie gotischer Madonnenskulpturen. Hellblaue Farbakzente symbolisieren die Heilige Frau. Die drei Elemente der Skulptur beziehen sich auf die Heilige Maria, Jesus und die Heilige Anna und verweisen auf die Dreifaltigkeit."
So beschreibt die in Leipzig lebende polnische Künstlerin Kata Adamek ihr neuestes Werk.

Die Liebfrauengemeinde in Leipzig-Lindenau will mit dieser modernen Arbeit am Eingang ihres Pfarrhauses auch ein modernes Zeichen für die traditionelle Verbindung von Kunst und Kirche setzen.
Seit der Errichtung der Liebfrauenkirche im Jahr 1908 war eine Skulptur für diese Nische im Portal des Pfarrhauses geplant. Nach mehr als hundert Jahren werden diese Pläne nun in sehr moderner Form Wirklichkeit.

Zur Künstlerin

Kata Adamek

  • *1978 in Opole, Polen
  • Diplom: Akademie der Schönen Künste, Bereich Skulptur, Wroclaw, Polen
  • Gaststudium: Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig
  • Initiatorin und Organisatorin unabhängiger Kunsträume in Leipzig Lebt seit 2004 in Leipzig,
  • seit 2007 verbringt sie einige Monate im Jahr in den polnischen Vorkarpaten

Ausstellungen (Auswahl):

Einzelausstellungen

  • "Drawn Yurts of Yerevan",
  • Armenian Center for Contemporary Experimental Art, Jerevan,
  • Armenien "Korean Winter Yurt", HPAC, Munmak, Süd Korea
  • "Shelters", Kunstraum parismoskau, Leipzig
  • Gruppenausstellungen "Waldbefunde", Westpol, Leipzig
  • "Lückengefühl", Kunstraum PANIPANAMA, Leipzig
  • "Reisefieber/Polska", Rondo Sztuki, Katowice, Poland

Residencies / Stipendien / Projekte (Auswahl)

  • EU-Projekt mit älteren Menschen, Tatra Galerie Poprad, Slowakei
  • Stipendium der Stiftung EVZ (Erinnerung, Verantwortung, Zukunft) Geschichtswerkstatt Europa, Frankfurt/Oder
  • Artist in residence (Visual), Hooyong Performing Arts Center, Süd Korea
  • International Summer School for young curators, National Assotiation of Art Critics, Jerevan, Armenia

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Bilder vom ökumenischen Filmabend
im "Cineding"

Zum ökumenischen Filmabend am 23. Mai 2013 wurde im Kino "Cineding" der Film "Vergissmeinnicht" gezeigt.
Der Regisseur David Sieveking war anwesend.


Der Regisseur David Sieveking ist mit der ökumen. Jugendkommission zu sehen.

 

Klick aufs Bild zum Vergrößern

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(Fotos Maik Kohlsdorf)

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Konzert der Gruppen "Fourtissimo Brass" und "Brassa Nova"

am 19.6.2013 in der Liebfrauenkirche

(zum Vergrößern auf das Bild klicken)

Hohe Worte: Lichtinstallation »TROST«

Das "Hohe Wort" TROST wurde am 6. Juli 2012 am Pfarrhaus Karl-Heine-Straße 110 installiert. Es ist das letzte von sieben "Hohen Worten" (Glück, Liebe, Lust, Angst, Sorge, Mühe, Trost), die seit 2006 in der Karl-Heine-Straße als Lichtinstallation an verschiedenen Häusern angebracht wurden.

Diese Worte stehen für wesentliche menschliche Befindlichkeiten. Jedes in Neonschrift installierte Wort nimmt aus einer bestimmten Höhe Beziehung mit der Umgebung auf, in die es hineinleuchtet.
Jedes Wort leuchtet auf das Gebäude aber auch auf jeden Betrachter und Besucher.


TROST weist nun auf die Kirche und die katholische Liebfrauengemeinde hin, die als christliche Gemeinde den Menschen Trost durch den Glauben spendet und sich für soziale Belange der Mitmenschen einsetzt.
Aber ist genauso ein Angebot für jeden Betrachter Trost zu spüren und Hilfe zu finden.


TROST wurde mit einer musikalischen Umrahmung und Ansprachen von Steffen Balmer (Westbesuch e.V.) und Pfarrer Thomas Bohne(Katholische Liebfrauengemeinde) eröffnet.
Die Finanzierung für die Installation und für die jährlichen Stromkosten wird durch Sponsoren ermöglicht.

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Lichtinstallation:
Kirche in einem neuen Licht betrachten

Bilder und Texte

Im Rahmen des diesjährigen Kirchweihfestes veranstaltete die katholische Pfarrei Liebfrauen 28. September 2012 in der Kirche (Karl-Heine-Str. 112) eine Lichtinstallation.


"Kirche in einem anderen Licht betrachten" - so lautete das Motto dieser Aktion. Kirchenräume dienen zur Versammlung der Gemeinde, als Orte der Begegnung und Kommunikation und helfen Menschen auch, zur Ruhe zu kommen.
Darin unterscheiden sich Kirchen von "weltlichen" Räumen, denn sie ermöglichen Gebet und Einkehr. Zur Lichtinstallation soll der Blick neu geschärft, neue Sichtweisen ermöglicht und Gewohnheiten durchbrochen werden.

Musikalische Gestaltung:
Chor und Instrumentalisten unter Kantor Frank Becker
Lichttechnik und -gestaltung: Marko Kronberg


Ergänzt wurde der Raumeindruck durch Texte und Musik.

Die Texte

Pfr. T. Bohne, Pfr. M. Jäger, Grf. M. Ruby, Fr. E. Steiner

 

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Die Pieta in einem neuen Licht!
Kunstinstallation in der Pieta-Kapelle.

Die Aktion war vom 16. Mai bis zum 03. Juli 2010 zu sehen.

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KATA ADAMEK „ODD OCHER"
Leuchtkästen, Filz, Bienenwachs auf Tuffstein
Dauer: 17.05-4.07.2010
Vernissage: 16.05.2010
Finissage: 3.07.2010

Kata Adamek arbeitet hauptsächlich mit Nomadismus. Die künstlerische Auseinandersetzung mit diesen Phänomenen zeigt sich in ihren Installationen, Skulpturen, Malerei, Poesie und Reisen.
Für die Installation „ODD OCHER“ wurde die Pietakapelle der Leipziger Liebfrauenkirche zum Ausstellungsraum. An zwei Seiten mit Filz bedecke Leuchtkästen flankieren die Skulptur der Pieta, wodurch sich die Wahrnehmung vom Raum durch das spezifische Licht verändert.
Das Wachsrelief entstand inspiriert von einem Aufenthalt in Armenien: dunkle, mit Wachs beschichtete Steine in den armenischen Kirchen, auf deren Oberflächen sich Zeit ablegt. ausgewählte Ausstellungen,

Projekte:

  • 2010 Installationen/Interventionen über polnisch-ukrainische Vertreibung Präsentation: Sanok (PL), Iwano-Frankiwsk (UA), Leipzig
  • 2009 „and we all will die“ (Skulptur), Kunstraum PANIPANAMA, Leipzig
  • 2008 „Drawn Yurts of Yerevan“ (Installation), Einzelausstellung in Armenian Center for Contemporary Experimental Art, Jerewan, Armenien
  • 2008 „Reisefieber/Polska“ (Installation), Rondo Sztuki, Katowice, Poland 2007 Artist-in-Residence, Hooyong Performing Art Centre bei Wonju, Süd- Korea
  • 2007 „Korean Winter Yurt“ (Installation) Open Studio in HPAC bei Wonju, Süd-Korea

Kata Adamek, *1978, lebt in Leipzig und in Haczów (Vorkarpaten). Studium: Akademie der Schönen Künste (ASP) in Wroclaw (Polen) und HGB Leipzig.

 


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Bilder vom

Kunstprojekt 2011

Zum Rundgang»lindenow#7« des Netzwerks unabhängiger Kunsträume Lindenaus wurden Mitte Oktober der Dachboden, die Turmgarage und das Schiff der Lindenauer Liebfrauenkiche zum »Sub Nimbus« - mit Konzerten, Klanginstallationen und DJ Mix.
Sub Nimbus ist ein Projekt von Kata Adamek und Bernd Adamek-Schyma.

>Kurzinfo<

 

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